In der Marktkasse im Rahmen der Funktion Speichern unter und unter Umständen auch in einem UFLD-Feld lässt sich das Brutto/Netto-Kennzeichen eines Vorgangs ändern.
Diese Funktion ist mit Vorsicht zu verwenden, denn es findet nicht immer eine verlustfreie Umrechnung der Beträge in Brutto oder Netto statt.
Rundungsdifferenzen
Ist ein Beleg als Bruttobeleg erfasst worden, und soll nachträglich als Nettobeleg gespeichert werden, so werden alle Beträge von Brutto auf Netto unter Abzug des jeweils für die Position gültigen Steuersatz umgerechnet. Das Ergebnis einer Umwandlung in einen Brutto-Beleg kann hier zu Rundungsdifferenzen führen.
Beispiel für Rundungsdifferenzen:
Betrag Brutto sei 13€ - nach Umrechnung auf Netto bei 19% Steuer ⇨ 10,92€ (gerundet)
Bei Rückrechnung mit 19% Steuer ergibt die Summe 11,99€
Absolute Rabatte/Zuschläge
Vorsicht ist auch geboten bei der Verwendung von absoluten Rabatten. Diese werden nicht von Brutto in Netto gewandelt!
Aus diesem Grund wird empfohlen, in solchen Konstellationen prozentuale Rabatte statt absoluten Beträgen zu verwenden.
Beispiel für Absolute Rabatte beim Brutto/Netto-Wechsel:
Es wird eine Brutto-Rechnung mit dem Betrag von 119€ abzüglich 10€ absolutem Rabatt erfasst. Der Bruttobetrag ist 109€.
Wird diese Brutto-Rechnung nun z.B. in der Marktkasse in einen Netto-Lieferschein gewandelt.
Nun wird gerechnet: 119€ abzüglich 19% Steuern = 100€ Abzüglich 10€ absolutem Rabatt (Dieser wird nicht umgerechnet!) ⇨ 90€ ist nun der Nettobetrag.
Bei Umwandlung des Netto-Lieferscheins in eine Brutto-Rechnung ergibt das 90€ + 19% Steuern ⇨ 107,10€.