Verspätete Anschaffungs- und Herstellungskosten

 

Verspätete Anschaffungs- und Herstellungskosten werden in der Anlagenbuchhaltung als Zugang (z.B. Anschaffung einer Plane für einen LKW), als Teilabgang (z.B. bei Gutschrift) oder als negativer Zugang(bei Skonto) gekennzeichnet. Diese können - wie bereits die Neuzugänge - auf unterschiedliche Art und Weise in die Anlagenbuchhaltung gelangen.

1.   Über die Belegerfassung der Finanzbuchhaltung. Bei den Belegtypen Eingangsrechnung und Eingangsgutschrift öffnet sich eine Itembox, in der ein bestehendes Anlagegut ausgewählt werden kann. Wählt man ein bestehendes Anlagegut aus, so wird sofort eine Zeile vom Typen Zugang bzw. Teilabgang in die Historie geschrieben. Dies kann noch geändert werden.
Bei Eingangsrechnungen kann auch ein neues Anlagegut erfasst werden. In der Itembox steht dafür in der ersten Zeile „—NEU—„. Wählt man diese Zeile aus, wird ein neues Anlagengut erstellt. . Soll der Betrag auf mehrere Anlagegüter verteilt werden so wählt man den zweiten Punkt „—AUFTEILEN—„

2.   Über die Variante „Eingangsrechnungen ohne Anlageneintrag“ bzw. „Fibubeleg ohne Anlageneintrag“ im Anlagenstamm. Wie bei der direkten Erfassung in der Finanzbuchhaltung kann man in einer Itembox bestehende Anlagegüter auswählen oder ein neues Anlagegut erfassen. Die Funktion „„Verteilung/Zuordnung“ ermöglicht bei Belegen vom Typ Eingangsrechnung und bzw. in der Variante „Fibubeleg ohne Anlageneintrag“ für Eingangsgutschrift das Verteilen des Betrags auf mehrere Anlagegüter. Bei der Erfassung über diese Variante wird der Zugang dem Fibubeleg zugeordnet.
Skontobelege können nur über die Variante „Fibubeleg ohne Anlageneintrag“ einem bestehenden Anlagegut zugeordnet werden. Sie werden als negativer Zugang gekennzeichnet.

3.   Direkt im Anlagenstamm. Diese Methode erzeugt keinen Verweis zu einem bestehenden Fibubeleg und sollte nur angewendet werden, wenn man die Anlagenbuchhaltung nach Systemwechsel neu einsetzt und Zu- bzw. Abgänge der Vorjahre erfassen möchte.

ACHTUNG:

Wurde bereits AfA für diesen Zeitraum berechnet, so ist es nicht möglich, ein Datum einzugeben, welches vor diesem Datum liegt, da sonst die bereits errechnete Abschreibung nicht stimmt. Ggf. muss die Abschreibung dann erst storniert werden.

Beim Löschen des Anlagegutes wird die zugewiesenen Eingangsrechnungen bzw. Gutschriften automatisch wieder freigegeben, so dass dieser wieder in der Variante „Fibubelege ohne Anlageneintrag“ erscheint.