Hauptmenü
Finanzbuchhaltung
Erfassung
Belegerfassung
Direktsprung [FIBE]
Erfassung
Der Belegkreis dient der Erfassung
von Ausgangsrechnungen, die lediglich finanzbuchhalterisch gebucht werden
sollen. Diese Buchungen haben keinen Einfluss auf die Warenwirtschaft. Bei
angeschlossener Warenwirtschaft handelt es sich dann in der Regel um
Kostenrechnungen, in die die Daten einfließen sollen.
Es können folgende Daten erfasst werden.
Belegdatum
Hierbei handelt es sich um das
Belegdatum der Ausgangsrechnung. Das Feld ist vorbelegt mit dem Tagesdatum, kann
jedoch überschrieben werden. Für das Belegdatum spielen drei Einrichterparameter
eine Rolle:
1.
Belegdatum und Text löschen
Das Belegdatum wird beim ersten Einstieg mit dem
Tagesdatum bzw. – falls das Tagesdatum nicht in der aktiven Periode liegt - dem
Enddatum der aktiven Periode vorbelegt. Wenn dieser Einrichterparameter auf JA
steht, wird das Belegdatum bei jedem Datensatz so vorbelegt.
2.
Vorbel. Belegdat 0=Tagesdatum; 1-…=Tage zurück; -1=leer
Wenn das Belegdatum
vorbelegt werden soll (s.o.) dann kann man hier noch genauer definieren,
nach welcher Regel dies geschehen soll.
3.
Belegdatum mit Periode prüfen?
Man kann hier hinterlegen, wie nach der
Eingabe des Belegdatums die Prüfung mit der zugeordneten Periode zu erfolgen
hat:
0 = Kein Test.
1 (Test und Warnung)= Testet, ob das Belegdatum in
der Periode liegt und gibt ggf. eine entsprechende Meldung aus. Man kann
weiterarbeiten.
2 (Test und Fehler) = Testet, ob das Belegdatum in der
Periode liegt und erlaubt das Weiterarbeiten nur, wenn das Datum in der aktiver
Periode liegt.
3 (Test Jahr und Warnung)= Testet, ob das Belegdatum in dem
Jahr liegt und gibt ggf. eine Meldung aus. Man kann trotz Meldung
weiterarbeiten.
4 (Test Jahr und Fehler)= Testet, ob das Belegdatum in dem
Jahr liegt. Weiterarbeiten ist nur dann möglich, wenn das Datum im Jahr
liegt
Belegkreisnummer
Die Ausgangsrechnungen
werden über einen Belegkreis verwaltet. Für den Belegkreis AR sollte ein eigener
Nummernkreis angelegt werden, um eine Trennung zu den anderen Belegkreisen und
zum Nummernkreis der Ausgangsrechnungen in der Warenwirtschaft zu erreichen. Mit
Eingabe der Belegkreisnummer wird dann automatisch die nächste zulässige
Belegnummer vorgeschlagen. Mit dieser Belegnummer wird der Beleg auch in der
OP-Verwaltung geführt.
Konto
Eingabe der gewünschten Kontonummer
des Hauptkontos. Die Eingabe erfolgt entweder durch manuelle Erfassung der
Kontonummer oder durch Aufruf der Auswahlliste mittels F3. Zulässig ist hier
nur ein Debitorenkonto.
Rechts neben dem Eingabebereich werden die
Kontobezeichnung (der Name) sowie der aktuelle Saldo angezeigt. Diese Anzeige
ändert sich mit jeder erfassten Position des Beleges.
OP-Text
Hierbei handelt es sich um einen
frei eingebbaren Text, der zur Erläuterung der Buchung auf dem Hauptkonto mit
abgespeichert wird. Er wird später auf Kontoblättern, Journalen, etc. mit
ausgedruckt. Neben der manuellen Texteingabe kann auch über F3 auf einen
Textbaustein zugegriffen werden. Darüber hinaus wird der offene Posten mit
diesem Text versehen.
Zahlungsbedingung/Skontodatum
Hier werden die vereinbarten Zahlungsbedingungen hinterlegt. Sie wirken sich später beim Zahlungsverkehr, Mahnwesen oder bei der Zinsrechnung aus und müssen entsprechend sorgfältig erfasst werden.
Folgende Möglichkeiten bestehen:
Zugriff auf gespeicherte
Zahlungsbedingungen
Mit F3 im ersten Feld wird
eine Liste der eingerichteten Zahlungsbedingungen angezeigt.
Die
zugrundeliegenden Daten (Skontodatum und betrag, Zieldatum) werden übernommen
und es wird in das Feld "Gegenkonto" verzweigt, wo die Erfassung fortgesetzt
werden kann, wenn die Daten so gelten sollen.
Ist dies nicht der Fall, kann
mit in die Felder Skontosatz, Valutadatum und Zahlungsbedingung
positioniert und Änderungen vorgenommen werden.
Manuelle Eingabe
Die
Zahlungsbedingung 0 erlaubt eine manuelle Vergabe der Zahlungs-/
Skontobedingungen. Skonto- und Valutadatum werden mit dem Tagesdatum vorbelegt,
das überschrieben werden kann. Der Skontosatz kann eingetragen werden.
Fällig am
Datum der Fälligkeit der Rechnung.
Dieses Datum ist wichtig für die Ermittlung von Skontoziehungsfristen,
Mahnfristen etc. und muss korrekt eingegeben werden.
Skontosatz
Eingabe des
Skontosatzes
Achtung:
Nach Eingabe der Zahlungsbedingung
verzweigt das Programm sofort zum "Gegenkonto". Wenn gegenüber der
Standardvorbelegung in den Feldern "Skontodatum", "Fällig am", "Skontosatz"
Änderungen vorgenommen werden sollen, so erfolgt dies mittels der - Taste
aus dem Feld "Gegenkonto" heraus durch Positionierung in das gewünschte
Feld.
Gegenkonto
Die Kontonummer wird manuell
eingegeben oder über die Auswahlliste abgerufen. In der Belegerfassung wird zu
einem Sachkonto der Steuerschlüssel bzw. die Klasse vorgeschlagen bzw. gesperrt,
wenn dies so im Sachkontenstamm für dieses Konto hinterlegt ist.
Kostenstelle
Die Kostenstelle wird
abgefragt. Entsprechend der Voreinstellung im Sachkontenstamm wird eine
Kostenstelle vorgeschlagen, kann oder muss eine Eingabe erfolgen.
Mit F3 ist
auch hier eine Anzeige und Auswahl möglich.
Betrag
Eingabe des Rechnungsbetrages.
Sonderfall:
Eingabe eines negativen Betrages, um eine Buchung seitengerecht zu stornieren. Solche Buchungssätze können nicht gemischt mit normalen Buchungen erfasst werden, sondern müssen unter einer eigenen Belegnummer gebucht werden. Für diese Fälle empfiehlt es sich, einen eigenen Belegnummernkreis einzurichten.
S / H - Kennzeichen
Das S / H - Kennzeichen
ist durch den Typ "Ausgangsrechnung" eindeutig bestimmt und kann hier nicht
geändert werden. Stornierungen können über den Belegkreis "Ausgangsgutschrift"
oder mit einer "negativen Ausgangsrechnung" vorgenommen werden. Das hier
erfasste Sollhabenkennzeichen bezieht sich auf das Hauptkonto. Mit der Option
„FIBU_SOLLHABEN“(Direktsprung [OPT]) lässt sich die Belegerfassung so
einstellen, dass sich das Sollhabenkennzeichen auf das Gegenkonto bezieht.
Klasse / Schl.
Dieses Feld wird entsprechend
der Voreinstellung im Sachkontenplan zur Ermittlung von Umsatz- und Vorsteuer
vorbelegt.
Unabhängig von der Vorbelegung können diese Werte natürlich
überschrieben werden.
Prinzipiell sind folgende Fälle denkbar:
Die Erfassung auf dem Sachkonto erfolgt netto und die Umsatzsteuer wird zum Abschluss direkt auf dem entsprechenden Umsatzsteuerkonto verbucht. In diesem Fall ist Klasse 0 anzugeben, solange Erlöskonten angesprochen werden. Zum Schluss wird dann der Umsatzsteuerbetrag eingegeben und das zugehörige MwSt.-Konto angesprochen.
Es wird der Nettobetrag eingegeben, die Umsatzsteuer wird automatisch auf der Grundlage von Steuerklasse (1) und -schlüssel berechnet, intern aufsummiert und bei Belegabschluss insgesamt verbucht. Es wird der Bruttobetrag eingegeben, die Umsatzsteuer wird automatisch auf der Grundlage von Steuerklasse (2) und -schlüssel herausgerechnet, intern aufsummiert und bei Belegabschluss insgesamt verbucht.
Belegtext
Hierbei handelt es sich um einen
frei eingebbaren Text, der zur Erläuterung der Buchung auf dem Gegenkonto mit
abgespeichert wird. Er wird später auf Kontoblättern, Journalen, etc. mit
ausgedruckt. Neben der manuellen Texteingabe kann auch auf einen Textbaustein
mit F3 zugegriffen werden. Den Pfleger für die Textbausteine erreicht man
über
Hauptmenü
Finanzbuchhaltung
Stammdaten
Textvorbelegungen
oder mit dem Direktsprung [FITXT].
Sind die Nummern zu den Texten bekannt, so ist es möglich, die Zahle einzugeben und nach F2 wird der Text übernommen.
Stapelerfassung
Mit Erfassung des
Belegtextes wird die Belegzeile in den Anzeigebereich des Grundbildschirms
übergeben. Dabei verändert sich der Betrag in der Zeile, in der das Hauptkonto
dargestellt ist, mit jeder Buchung.
Es wird wieder das Gegenkonto abgefragt,
um jetzt Zeile für Zeile die Ausgangsrechnung eingeben zu können. Der
Kundensaldo und der Kontrollsaldo unterhalb des Kundensaldos erhöhen sich mit
jeder Zeile, wobei der Kontrollsaldo die Summe der erfassten Rechnungspositionen
umfasst.
Die Erfassung wird beendet im Feld Gegenkonto:
Mit TAB wird der Belegkreis
beibehalten, der Kontrollsaldo jedoch auf "0" gesetzt. Dies erfolgt, wenn z.B.
der Beleg eines anderen Kunden erfasst werden soll.
Mit ESC wird der Belegkreis
verlassen.
In beiden Fällen wird zum Abschluss der ermittelte Steuerbetrag angezeigt, der hier ggf. korrigiert werden kann. Mit Bestätigung der Steueranzeige wird die Steuerbuchung in den Grundbildschirm übernommen. Näheres zur Steueranzeige können Sie dem nachfolgenden Punkt entnehmen.
Anzeige der Steuern
Während der
Belegerfassung besteht nach Eingabe von Steuerklasse und -schlüssel die
Möglichkeit, sich mittels F8 die aufgelaufene
Steuer anzeigen zu lassen:
Dies erfolgt getrennt für Vorsteuer und
Umsatzsteuer sowie -sätze. Darüber hinaus kann hier der automatisch berechnete
Betrag geändert werden. Diese Änderungen sind erforderlich, wenn der auf dem
Originalbeleg ausgewiesene Betrag sich von dem hier ermittelten unterscheidet,
was z.B. durch ein anderes Rechenverfahren zur Steuerermittlung hervorgerufen
werden kann.
Da natürlich nur der Betrag des Originalbeleges verbucht werden
darf, muss dann hier eine Anpassung erfolgen.
Eine vollständig erfasste
Ausgangsrechnung mit zwei Positionen und unterschiedlichen Steuersätzen führt zu
folgender Darstellung:
•Buchung des eingegebenen Betrages auf dem Debitorenkonto (Hauptkonto).
•Buchung des Betrages auf dem Forderungskonto.
•Buchung des um den Steueranteil reduzierten Betrages (Nettobetrag)
•Buchung auf dem Erlöskonto (Gegenkonto).
•Buchung des Steueranteils auf dem Steuerkonto.
Parametereinstellungen
Ausgangsrechnungserfassung
In Abhängigkeit von den Anforderungen der
Anwender können die Arbeitsabläufe und -inhalte angepasst werden. Dies geschieht
mittels "Erfassungsparameter".
Folgende Einstellmöglichkeiten bestehen:
Mit Währung?
Bei "Ja" wird die Fremdwährungsabwicklung aktiviert.
Ankauf, Verkauf oder Mittelkurs?
Angabe, mit welchem Kurs standardmäßig die Währung bewertet werden soll.
Belegdatum mit Periode überprüfen?
Es kann eingestellt werden, ob ein Warnhinweis kommen soll, wenn das Belegdatum nicht in der Periode liegt oder eine Fehlermeldung und damit eine Eingabeverweigerung. Gleiches ist für das Buchungsjahr möglich.
Default Nummernkreis Vorbelegung
Der Nummernkreis, der standardmäßig, wenn nichts anderes bekannt ist, vorgeschlagen werden soll Fehler bei Bereichstest Nummernkreis