Bisher standen beim Formulardruck im Windows-Modus nur
zwei Fonts zur Verfügung, die im Druckerstamm hinterlegt werden. Aus diesen
Fonts wurden die im Asciidruck möglichen Attribute (normal, compress, fett,
gesperrt) nachgebildet. Es ist nun möglich, in einem Formular beliebig viele
Fonts zu benutzen! Fonts werden in einer Fonttabelle hinterlegt und im Formularstamm kann dann
eine Fontabelle ausgewählt werden. In den Druckpositionen kann unter Details
in einem neuen Feld ein Font aus der zugeordneten Fonttabelle gezogen werden. Da
die bisherige Windowsdruckvariante weiterhin bestehen bleibt, wird die
Druckvariante nach Folgendem Schema bestimmt.
1. Druckerstamm nicht
auf Windowsdruck:
- es wird im ASCII Druckmodus gearbeitet
2.
Druckerstamm auf Windowsdruck gestellt:
- Formularstamm hat
Fonttabellennummer 0 -> alter Windowsdruck
- Formularstamm hat
Fonttabellennummer ungleich 0 -> neuer Windowsdruck.
Beim
Druck mit einer Fonttabelle werden die im Druckerstamm hinterlegten Fonts NICHT
ausgewertet; nur die Fontangaben aus der Fonttabelle sind maßgeblich!
Komponenten der Fonttabelle
Basisfont:
Dieser Font wird zunächst zur Bestimmung des
Positionierungsrasters bestimmt, d.h. die Größe dieses Fonts legt fest, wie
viele Spalten und Zeilen auf dem Formular bedruckt werden können (großer Font =
weniger Spalten / Zeilen, kleiner Font = mehr Spalten / Zeilen).
Die
Positionierung eine Druckposition (wie im Formulareinrichter unter Spalte /
Zeile hinterlegt) richtet sich also nach diesem Raster, gleichgültig, mit
welchem Font eine Druckposition tatsächlich gedruckt wird! Der Basisfont
dient ferner auch als Ersatzfont für alle Druckpositionen, denen kein Font
zugeordnet wurde.
X-Skalierung / Y-Skalierung:
Es hat sich gezeigt, dass das aus dem Basisfont bestimmte Raster manchmal zu eng oder zu groß ist. Mit diesen Faktoren kann das Raster in feineren Schritten gestaucht (kleiner 1) oder gestreckt (> 1) werden.
Reduzierung der Fontgröße um...:
Im Formulareinrichter kann ein gesamter Druckbereich
als 'COMPRESS' markiert werden. Die hier angegebene Zahl wird bei einem solchen
Bereich von allen verwendeten Fonts von der Größe abgezogen - der Font wird also
künstlich kleiner gemacht.
ACHTUNG: die Zahl wird positiv eingegeben!
Z.B. bedeutet hier eine 2: aus 'Arial-10-fett' wird
'Arial-8-fett’.
Benutzbare Fonts:
Hier trägt man die zu verwendenden Fonts ein.
Unter Bezeichnung / Verwendung tragen sie bitte eine sinnvolle Beschreibung
des Fonts ein, sie wird im Formulareinrichter hinter der Fontnummer angezeigt!
In der Spalte FONT können Sie per Hand Eintragungen vornehmen oder per F3
aus den auf ihrem System hinterlegten Fonts auswählen.
Es wird folgende
Notation benutzt: Fontname - Größe [ - Attribute] Fontname und FGröße müssen
angegeben werden. Optional jeweils durch '-' getrennt sind folgende Attribute
möglich: 'fett', 'kursiv', 'unterstrichen'. Die Optionen 'durchgestrichen' und
'Farbe' (aus der Fontdialogbox von Windows (F3)) werden nicht
unterstützt!
Allgemeine Hinweise:
Die neue Fontverwaltung bietet
viele gestalterische Möglichkeiten. Man sollte jedoch immer folgendes beachten:
Die derzeitige Archivierung des Formulardrucks wird immer im ASCII-Modus
durchgeführt.
Man achte also darauf, dass das gestaltete Formular auch im
ASCII Modus 'aussagefähig' bleibt. Insbesondere ist darauf zu achten, dass keine
Überlappungen von Druckpositionen auftreten, da diese im Windowsdruck zwar
sichtbar bleiben, im ASCII-Modus aber echt überdeckend wirken und es somit zu
einem Informationsverlust kommen kann. Fonts mit variabler Zeichenbreite
führen zu einer unterschiedlichen Drucklänge im Vergleich zu Fonts mit fester
Zeichenbreite. Unter Details einer Druckposition gibt es hierfür einen neuen
Schalter 'rechtsbündig drucken'. Er vereinfacht die spaltengerechte Ausrichtung
von Zahlen und Texten insbesondere beim Windowsdruck (funktioniert auch im ASCII
Modus).
Zur Darstellung von Linien wurden in allen Druckbereichen zwei
neue Druckpositionen hinzugefügt: Einfache / doppelte Linie. Der Parameter
'Länge' gibt an, wie lang die Linie werden soll. Im ASCII-Modus werden die
Zeichen '-' für einfache Linie, '=' für doppelte Linie entsprechend der Länge
wiederholt. Im Windows-Modus werden richtige Linien 'gemalt'. Somit ergibt sich
in beiden DruckModi ein etwa identischer optischer Eindruck bezüglich der Länge!
Zum Experimentieren und nur unter Windows: Die Linien werden zu Kästen, wenn
unter Details die Blocklänge > 0 ist. Die Blocklänge gibt an, wie viele
Zeilen innerhalb des Kastens liegen!