Permanente Inventur ohne LVS

 

Es ist denkbar, die Bestandsfortschreibung durch andere Mittel als mit LVS sicherzustellen. In diesem Fall kann in den Inventurbestandsbeleg (Vorgangsklasse 5055) nur die Summe der Artikel- und zugehörigen Partiemengen eingetragen werden.

Ein Hilfsmittel zur Addition einzelner Zählungen wie der Inventurbeleg der Stichtagsinventur gibt es hier nicht!

Es muss der Artikel stets mit all seinen Partien erfasst werden, damit die Bestände auf Artikel und Partien durch den Beleg korrigiert werden.

Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass zwischen Beginn der Zählung und Buchung des Beleges keine weiteren Bestandsveränderungen stattfinden, die von der Zählung nicht erfasst werden.

 

Hinweis:

Auf dem Lager stehen unter Umständen drei Arten von Ware:

      Einlagerung – Fremde Ware, die im eigenen Lager eingelagert und als Einlagerung gebucht wurde.

      Vorverkauf – Fremde Ware, die bereits verkauft, jedoch vom Käufer noch nicht abgeholt worden ist.

      Eigenware – Ware, die im eigenen Lager steht und zu diesem Betrieb gehört.

 

Die Soll-Menge einer Zählung wird stets mit der Summe dieser drei Bestände verglichen. Ergibt sich daraus eine Differenz, so wird diese stets nur in der Eigenware korrigiert. Das kann dazu führen, dass der Bestand der Eigenware negativ angezeigt wird.